Ewige Ruhe: Die wachsende Beliebtheit von Baumbestattungen und ihre Bedeutung in der modernen Gesellschaft

Die Grundlagen der Baumbestattung

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Die Baumbestattung ist eine Bestattungsform, bei der die Asche Verstorbener in biologisch abbaubaren Urnen an den Wurzeln eines Baumes beigesetzt wird.

Diese Methode stellt eine naturverbundene Alternative zur klassischen Erdbestattung dar und gewinnt zunehmend an Beliebtheit.

Bedeutung und Entwicklung

  • Baumbestattung, auch als “Waldbestattung” bekannt, stellt eine Verbindung zur Natur dar und ist Teil einer umweltbewussten Trauerkultur.
  • Sie hat ihre Wurzeln in der Sehnsucht vieler Menschen, auch nach dem Tod ein Stück weit im Kreislauf des Lebens aufzugehen.
  • Im Gegensatz zur traditionellen Feuer- und Erdbestattung ermöglicht die Baumbestattung eine letzte Ruhestätte in einem unberührten Waldgebiet oder einem speziell dafür vorgesehenen Bereich eines Friedhofs.
  • Die Entwicklung von Bestattungswäldern in Österreich und anderen Ländern bezeugt die wachsende Präferenz für diese Form der Bestattungsvorsorge, die neben der emotionalen auch ökologische Aspekte berücksichtigt.

Vorteile der Baumbestattung:

  • Naturnähe: Die Asche wird der Erde übergeben und fördert das Wachstum eines Baumes.
  • Umweltfreundlichkeit: Verwendung biologisch abbaubarer Urnen schützt die Umwelt.
  • Reduzierter Pflegeaufwand: Im Vergleich zu traditionellen Grabstätten besteht meist kein Pflegebedarf.

Gesetzliche Rahmenbedingungen

In Österreich sowie in vielen weiteren Ländern sind Baumbestattungen unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt. Eine wichtige Bedingung ist die Einäscherung des Verstorbenen, da die Beisetzung der Asche in der Urne erfolgt.

Die gesetzlichen Rahmenbedingungen regeln, dass Bestattungswälder und die für Baumbestattungen vorgesehenen Flächen auf Friedhöfen entsprechend gekennzeichnet und verwaltet werden müssen.

Zudem sind bestimmte Normen zu beachten, die sicherstellen, dass die jeweiligen Urnen biologisch abbaubar sind und keine Schadstoffe in die Umwelt abgeben.

Rechtliche Anforderungen:

  • Einäscherung: Vorgeschriebene Voraussetzung für die Baumbestattung.
  • Bestimmungsgemäße Flächen: Ausgewiesene Areale in Wäldern oder auf Friedhöfen.
  • Verwaltungsvorschriften: Kontrollierte Bedingungen für die Durchführung der Bestattung.

In Deutschland erfordert die Baumbestattung eine Genehmigung, und es dürfen nur für diesen Zweck zugelassene Urnen verwendet werden.

Trauerfeiern können individuell gestaltet und am Fuß des Baumes abgehalten werden, wodurch der Abschied eine sehr persönliche Note erhält.

Durchführung und Gestaltung

A serene forest clearing with a single tree adorned with biodegradable urns, surrounded by a peaceful and natural landscape

Die Baumbestattung ist ein Prozess, der einen würdevollen Abschied in der Natur ermöglicht, wobei individuelle Abschiedsrituale und eine persönliche Gestaltung im Mittelpunkt stehen.

Ablauf einer Baumbestattung

Bei einer Baumbestattung wird die Asche der verstorbenen Person nach der Kremation in einer biologisch abbaubaren Urne beigesetzt. Diese Urne kommt an den Wurzeln eines Baumes im Bestattungswald zur Ruhe.

Der Ablauf beginnt im Krematorium, wo der Verstorbene eingeäschert wird. Anschließend organisieren Bestattungsunternehmen die Überführung der Urne zum gewählten Baum.

Hier findet die Urnenbeisetzung in Anwesenheit der Familien statt. Die Koordinaten des Baumes oder ein Namensschild kann als Kennzeichnung dienen. Grabschmuck ist in der Regel nicht zulässig, um die Verbundenheit zur Natur zu wahren.

  • Ort: Bestimmter Baum im Bestattungswald
  • Kremation: Vor der Beisetzung im Krematorium
  • Beisetzung: Biologisch abbaubare Urne wird am Baum beigesetzt
  • Kennzeichnung: Koordinaten oder Namensschild
  • Besonderheit: Kein herkömmlicher Grabschmuck, um Natürlichkeit zu bewahren

Persönliche Abschiedsrituale

Die Gestaltung der Abschiedszeremonie kann sehr individuell sein. Trauerredner können für persönliche Worte engagiert werden, und Familien gestalten Rituale, die die Verbundenheit zur Natur sowie zu dem Verstorbenen widerspiegeln.

Die Trauerbewältigung wird durch die ruhige Atmosphäre im Wald und die persönliche Note der Zeremonie unterstützt.

Es gibt keine Vorgaben für das Ritual, was Familien ermöglicht, einen Abschied nach eigenen Wünschen zu realisieren.

  • Zeremonie: Frei gestaltbar durch Familien und Trauerredner
  • Rituale: Spiegeln individuelle Wünsche und Verbundenheit wider
  • Atmosphäre: Ruhig und naturverbunden
  • Trauerbewältigung: Individuelle Gestaltung unterstützt den Prozess

Grabpflege entfällt bei dieser Bestattungsform, da der Wald selbst das Grab natürlich erhält.

Die Kosten für eine Baumbestattung variieren, je nach Anbieter und individuellen Anforderungen, und sollten im Vorfeld mit dem entsprechenden Bestattungsunternehmen geklärt werden.

Ein Grabstein ist in einem Bestattungswald nicht üblich, stattdessen wird der Baum selbst zum natürlichen Denkmal.

Praktische Informationen und Entscheidungshilfen

A serene forest with a variety of trees, some with plaques and decorations, representing the growing popularity of tree burials

Bei der Auswahl einer Baumbestattung sind Standorte, Kosten und die Personalisierung der Grabstätte maßgebliche Faktoren.

Diese Entscheidungen sind von persönlichen Präferenzen und finanziellen Möglichkeiten abhängig.

Bestattungswald-Standorte und Kostenstrukturen

In Deutschland bieten zahlreiche Friedwälder und Ruheforste die Möglichkeit einer Baumbestattung. Die Kosten variieren je nach Anbieter und Standort, wobei die Preistransparenz zur Grundlage einer informierten Entscheidung wird.

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über die durchschnittlichen Preisspannen:

BestattungstypKosten (€)
Einzelbaum3.000 – 6.000
Gemeinschaftsbaum750 – 2.500
Familienbaum4.000 – 8.000

Zu beachten ist, dass zusätzliche Kosten für Gedenksteine, Laufzeitverlängerungen und Genehmigungen anfallen können. Die Nachfrage nach bestimmten Baumarten oder Ruhebiotopen kann ebenfalls Einfluss auf den Preis haben.

Die Wahl des Baumes und Formen der Grabstätte

Klienten können zwischen verschiedenen Baumarten und Formen der Grabstätte wählen, wie Einzelbäume, Gemeinschaftsbäume und Familienbäume.

Der entscheidende Faktor sollte dabei die gewünschte Nähe zur Natur und die Integration in den Naturkreislauf sein.

Je nach Art des Baumes, wie Eichen oder Buchen, können dabei auch Aspekte des Wurzelwerks und der Beständigkeit von Holz eine Rolle spielen. Genehmigungen sind entsprechend der örtlichen Vorschriften einzuholen.

Beim Gemeinschaftsbaum teilen sich mehrere Verstorbene einen Baum, während ein Familienbaum exklusiv für Mitglieder einer Familie vorgesehen ist.

Einzelbäume bieten eine individuelle Grabstelle. In allen Fällen ist es möglich, eine kleine Platte mit dem Namen des Verstorbenen anzubringen.

Dekorative Elemente wie Blumenschmuck oder Lichterschau sollten der natürlichen Umgebung angepasst und genehmigt sein.

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